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Sildenafil ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der PDE5-Hemmer zur Behandlung von Erektionsstörungen beim Mann. Er erleichtert den Bluteinstrom in den Schwellkörper des Penis und ermöglicht die Entstehung und Aufrechterhaltung der Erektion. Das Arzneimittel wird maximal einmal täglich etwa eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen. Es ist nur bei sexueller Stimulation wirksam und darf nicht zusammen mit Nitraten und NO-Donatoren eingenommen werden. Der Wirkstoff wird auch zur Behandlung einer pulmonalen arteriellen Hypertonie eingesetzt. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel, Veränderungen des Farbsehens, Flush, eine verstopfte Nase und Verdauungsstörungen.
Sildenafil ( ATC G04BE03 ) hat gefässerweiternde und blutdrucksenkende Eigenschaften. Es führt bei sexueller Stimulation zu einer Entspannung der glatten Muskulatur im Schwellkörper und zu einer Steigerung des Bluteinstroms in den Penis. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der cGMP-spezifischen Phosphodiesterase Typ 5 (PDE-5), was zu einer Erhöhung von cGMP führt, welches diese Effekte als Second Messenger von Stickstoffmonoxid (NO) vermittelt. Sildenafil hat eine mittellange Halbwertszeit von 3 bis 5 Stunden.
Wirkmechanismus der Phosphodiesterase-5-Hemmer , zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki