Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt.
Imatinib ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Kinasehemmer, der zur spezifischen Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie eingesetzt wird. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der BCR-ABL-Kinase, welche bei der Krankheitsentstehung eine zentrale Rolle spielt. Imatinib kann auch bei weiteren Krebserkrankungen eingesetzt werden, da es zusätzlich andere Kinasen hemmt. Die Tabletten werden in der Regel einmal täglich mit einer Mahlzeit verabreicht. Bei höheren Dosen wird eine Aufteilung auf zwei Dosen empfohlen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem Verdauungsbeschwerden, Ödeme, Schmerzen, Blutbildveränderungen und Hautausschlag.
Imatinib ( ATC L01XE01 ) hat antiproliferative und selektiv zytostatische Eigenschaften. Es bindet bei der chronischen myeloischen Leukämie kompetitiv an die ATP-Bindungsstelle der BCR-ABL-Kinase und hemmt damit die Zellproliferation. Die Abbildung zeigt die Bindung von Imatinib an BCR-ABL (zum Vergrössern anklicken). Imatinib hemmt zudem andere Tyrosinkinasen, nämlich jene von c-Kit, SCF und PDGFR, was für die weiteren Indikationsgebiete von Bedeutung ist.
Bindung von Imatinib an sein Drug Target , zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki Bindung