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Amoxicillin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Aminopenicilline zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten. Es wird häufig in einer Fixkombination mit Clavulansäure verabreicht, um Resistenzen der Bakterien gegenüber dem Antibiotikum aufzuheben. Ideal ist die Einnahme zu Beginn einer Mahlzeit, weil dadurch die Absorption und die Verträglichkeit optimiert werden. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem Durchfall, Candidainfektionen, Übelkeit und Erbrechen, Hautausschläge mit oder ohne Juckreiz und Überempfindlichkeitsreaktionen.
Amoxicillin ( ATC J01CA04 ) hat bakterizide Eigenschaften gegen grampositive und einige gramnegative Erreger. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese durch Inhibition der Transpeptidasen, welche an der Synthese des Peptidoglykans beteiligt sind.
Amoxicillin hat eine kurze Halbwertszeit von zirka 1 bis 1.5 Stunden und wird vorwiegend renal ausgeschieden. Da es gegen Betalaktamasen empfindlich ist, wird es häufig mit Clavulansäure kombiniert, welche diese bakteriellen Enzyme als „Suizid-Inhibitor“ bindet, hemmt und das Penicillin so vor der Inaktivierung schützt. Die Clavulansäure hat selbst nur schwache antibakterielle Effekte. Es wurde 1972 aus dem Bakterium Streptomyces clavuligerus isoliert.
Wirkmechanismus der Penicilline , zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki