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Atropin ist ein Inhaltsstoff aus verschiedenen Pflanzen der Familie der Nachtschattengewächse und ist z.B. in der Tollkirsche, im Bilsenkraut und im Stechapfel enthalten. Es hat parasympatholytische Effekte und wird bei verschiedenen Erkrankungen des Auges und des Herzens eingesetzt. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem Reizbarkeit, geistige Verwirrung, Herzrasen, evt. Herzrhythmusstörungen, Mundtrockenheit, Hemmung der Schweisssekretion, Verstopfung, Gesichtsrötung, Temperaturanstieg, Zunahme des Augeninnendrucks, verlängerte Erweiterung der Pupillen, Lichtscheu und Delirium.
Atropin ( ATC A03BA01 , ATC S01FA01 ) hat parasympatholytische ( anticholinerge ) Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf dem kompetitiven Antagonismus an muskarinischen Acetylcholin-Rezeptoren . Dadurch bewirkt es eine eine Pupillenerweiterung, eine Ausschaltung der Akkomodationsfähigkeit und eine schwache Gefässverengung.
Durch die Parasympathikushemmung nehmen die Tränen-, Speichel-, Schweiss-, Bronchial- und Magensäuresekretion ab. In höheren Dosen werden auch die nikotinergen Wirkungen von Acetylcholin an den Ganglien sowie an der motorischen Endplatte gehemmt. Atropin kann ins Gehirn gelangen und dort zentralnervöse Effekte hervorrufen.
Wirkmechanismus der Parasympatholytika am Muskarin-Rezeptor, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki