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L01BA01
Quelle
FDA_OB · 208400
Methotrexat ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Zytostatika und Immunsuppressiva. Es wird als Basismedikament zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkankungen sowie zur Behandlung verschiedener Krebsarten eingesetzt. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Dihydrofolsäure-Reduktase, ein Schlüsselenzym in der Biosynthese der Folsäure, die für die RNA- und DNA-Synthese benötigt wird. Der immunsuppressive Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Zu den häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen gehören gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall und Bauchbeschwerden.
Methotrexat ( ATC L01BA01 , ATC L04AX03 ) hat antineoplastische , immunsuppressive und entzündungshemmende Eigenschaften. Es wurde ursprünglich als Folsäure-Antagonist für die Krebstherapie entwickelt, wird heute in der Praxis jedoch hauptsächlich bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Die zytostatische Wirkung beruht auf der Hemmung verschiedener Folsäure-abhängigen Enzymen in der Synthese von Purinen und Pyrimidinen , wodurch die DNA-Synthese und damit die Vermehrung der Tumorzellen gehemmt werden.
Die Wirkung von Methotrexat beruht auf der Hemmung der Dihydrofolsäure-Reduktase, ein Schlüsselenzym im Folsäurebiosyntheseweg. Sie katalysiert die Reduktion von Folsäure zu Dihydrofolsäure und weiter zu Tetrahydrofolsäure, die für die Synthese von Purinnukleotiden benötigt wird. Methotrexat hemmt auch andere Enzyme im Folsäurebiosyntheseweg wie die Thymidylat-Synthetase, die für die Pyrimidinsynthese verantwortlich ist. Durch die Blockierung dieser Folat-abhängigen Schritte wird die Synthese von AMP, GMP, der DNA und RNA gehemmt, was eine Unterbrechnung des Zellzyklus und somit die Hemmung der Vermehrung von Tumorzellen zur Folge hat. Die immunsuppressive resp. entzündungshemmende Wirkungsweise von Methotrexat ist noch nicht vollständig aufgeklärt (vgl. Literatur).