Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt.
Levonorgestrel ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Gestagene, der zur Notfallverhütung innerhalb von 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingesetzt wird. Die „Pille danach“ ist auch in Apotheken ohne ärztliche Verordnung erhältlich. Die Abgabe erfolgt nach einem vertraulichen Beratungsgespräch. Unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit, Kopf- und Unterbauchschmerzen treten zwar häufig auf, sind aber vorübergehend. Das Arzneimittel darf nicht regelmässig, sondern ausschliesslich im Notfall angewandt werden.
Levonorgestrel ( ATC G03AC03 ) hemmt oder verzögert den Eisprung. Es ist nicht mehr wirksam, wenn sich das Ei bereits eingenistet hat und führt nicht zu einer Abtreibung. Sollte trotz der Notfallkontrazeption eine Schwangerschaft eintreten oder bereits bestehen, stellt der Wirkstoff für das Kind keine Gefahr dar. Levonorgestrel kann die meisten, aber nicht alle ungewollten Schwangerschaften verhindern. Es ist weniger zuverlässig als die kontinuierliche Einnahme eines oralen Kontrazeptivums .
Levonorgestrel bietet bis zum Ende des Zyklus keinen weiteren Schutz. Deshalb soll eine Barrieremethode (z.B. Kondom ) angewandt werden.
Wirkmechanismus der Gestagene , zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki