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Selegilin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der MAO-B-Hemmer mit dopaminergen Eigenschaften zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung. Die Wirkungen beruhen auf der selektiven Hemmung der Monoaminooxidase-B und der Wiederaufnahmehemmung von Dopamin in die Präsynapse. Das Arzneimittel wird in der Regel ein- bis zweimal täglich mit oder nach den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Bewegungsstörungen, Psychosen, ein Blutdruckabfall und eine mässige Erhöhung der Leberenzyme. Selegilin hat ein hohes Potential für Arzneimittel-Wechselwirkungen.
Selegilin ( ATC N04BD01 ) hat indirekt dopaminerge und antidepressive Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf der irreversiblen Inhibition des Enzyms Monoaminooxidase-B. Damit wird der Abbau des Neurotransmitters Dopamin gehemmt. Zusätzlich hemmt Selegilin die Wiederaufnahme von Dopamin in die Präsynapse. Im Unterschied zu anderen MAO-Hemmern ist Selegilin selektiv und daher sind keine Einschränkungen bei der Ernährung notwendig.
Wirkmechanismus der MAO-Hemmer , zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki