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Liothyronin ist ein synthetisch hergestellter Wirkstoff aus der Gruppe der Schilddrüsenhormone, der unter anderem für die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion und für diagnostische Tests eingesetzt wird. Liothyronin entspricht dem natürlichen Hormon Triiodthyronin (T3), das im Körper aus der Vorstufe Levothyroxin (T4) gebildet wird. Die Arzneimittel sollen nüchtern eingenommen werden, weil Nahrung die Bioverfügbarkeit reduziert. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Herzklopfen, ein schneller Herzschlag, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Nervosität. Liothyronin ist das hauptsächlich aktive Hormon, hat einen schnelleren Wirkungseintritt als T4 und unterscheidet sich in den pharmakokinetischen Eigenschaften.
Liothyronin ( ATC H03AA02 ) ist mit dem körpereigenen Schilddrüsenhormon identisch und wird zur Substitutionstherapie eingesetzt. Das Hormon wird vor allem im peripheren Gewebe durch Deiodierung aus Levothyroxin gebildet und hat zahlreiche Effekte auf den Stoffwechsel, zum Beispiel auf den Energiestoffwechsel, die Temperaturregulation sowie den Protein -, Kohlenhydrat -, Lipid - und Nukleinsäuremetabolismus .
Liothyronin hat einen schnelleren Wirkungseintritt als Levothyroxin und unterschiedliche pharmakokinetische Eigenschaften . So ist beispielsweise die Halbwertszeit im Vergleich mit T4 kürzer und beträgt etwa 1 bis 1.5 Tage. Liothyronin ist das hauptsächlich aktive Hormon. Levothyroxin wird deshalb auch als Prähormon bezeichnet.
Hypothalamus-Hypophysen-Schilddrüsen-Achse, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki