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Amiodaron ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiarrhythmika der Klasse III, der als Mittel der zweiten Wahl zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird. Die Effekte beruhen unter anderem auf der Hemmung des Kaliumausstroms in der Phase III des Aktionspotentials im Myokardgewebe. Die Tabletten werden mit oder nach einer Mahlzeit eingenommen. Amiodaron ist ein Substrat von CYP3A4 und CYP2C8 und hat ein hohes Potential für Arzneimittel-Wechselwirkungen. Es hat eine sehr lange Halbwertszeit von 20 bis 100 Tagen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Mikroablagerungen auf der Cornea, Verdauungsstörungen, metallischer Geschmack, Transaminase-Erhöhung, Photosensibilisierung und Sonnenbrand. Amiodaron verlängert das QT-Intervall und kann selbst Herzrhythmusstörungen verursachen. Zahlreiche weitere Nebenwirkungen sind möglich, welche unter anderem die Lunge, die Schilddrüse und das Nervensystem betreffen.
Amiodaron ( ATC C01BD01 ) hat antiarrhythmische Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Hemmung des Kaliumausstroms in der Phase III des Aktionspotentials im Myokardgewebe. Dadurch wird die Repolarisationsdauer und die Refraktärperiode des Aktionspotentials verlängert. Amiodaron hat zusätzlich sympatholytische Eigenschaften. Es hat eine sehr lange Halbwertszeit von bis zu 20 bis 100 Tagen.
Wirkmechanismen der Antiarrhythmika im Aktionspotential der Herzmuskelzellen (Myozyten), zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki