Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt.
OTC
Ketamin
100 mg/mL, Injection, solution, concentrate
INN: KETAMINE HYDROCHLORIDE
Verfügbar in:
🇩🇪
Darreichungsform
INJECTION, SOLUTION, CONCENTRATE
Dosierung
100 mg/mL
Verabreichungsweg
INTRAMUSCULAR, INTRAVENOUS
Lagerung
—
Über dieses Produkt
Hersteller
Henry Schein, Inc.
ATC-Code
Nutzerbewertungen
Bewertungen spiegeln personliche Erfahrungen wider und stellen keine medizinische Beratung dar.
N01AX03
Quelle
OPENFDA_NDC
Ketamin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Anästhetika mit anästhetischen, schmerzlindernden, antidepressiven und psychotropen Eigenschaften. Es kommt in der Anästhesie zum Einsatz und wird zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose verwendet. Das Enantiomer Esketamin wird für die Behandlung von Depressionen verwendet. Die Injektionslösung kann intravenös und intramuskulär verabreicht werden. Ketamin wird auch als Rauschmittel missbraucht, unter anderem deshalb, weil es Halluzinationen und lebhafte Träume hervorruft. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein schneller Herzschlag, ein hoher Blutdruck und Aufwachreaktionen. Selten sind schwere Nebenwirkungen möglich.
Ketamin ( ATC N01AX03 ) verursacht eine sogenannte „dissoziative Anästhesie“. Der Patient reagiert nicht und ist in einer Art Trance. Es ist anästhetisch und gleichzeitig schmerzlindernd und amnestisch . Es hat ferner dissoziative, sedierende , lokalanästhetische , antikonvulsive , bronchienerweiternde und sympathomimetische Eigenschaften. Ketamin erhöht den Blutdruck und die Herzfrequenz und löst eine leichte Hyperventilation aus. Im Gegensatz zu anderen Anästhetika ist es kaum atemdepressiv .
Des Weiteren ist Ketamin auch antidepressiv mit einem raschen Wirkungseintritt , siehe im Artikel Esketamin-Nasenspray .
Die Effekte beruhen - wie bei Dextromethorphan und Phencyclidin - auf dem Antagonismus an N -Methyl-D-Aspartat-(NMDA)- Rezeptoren . Daneben wurden zahlreiche weitere Interaktionen mit anderen Rezeptorsystemen beschrieben.