Bewertungen spiegeln personliche Erfahrungen wider und stellen keine medizinische Beratung dar.
ATC-Code
B05CX01
Quelle
BDPM_FR
Die Glucose ist ein Monosaccharid, das zur Stoffgruppe der Kohlenhydrate gehört. Sie kommt in zahlreichen Lebensmitteln vor und ist auch ein Bestandteil der Stärke, der Cellulose und des Haushaltszuckers (Saccharose). Im Stoffwechsel spielt die Glucose eine fundamental wichtige Rolle als Substrat für die Energiegewinnung, für die Synthese des Energieträgers ATP und für die Synthese zahlreicher Stoffwechselprodukte. In der Pharmazie und Medizin wird sie unter anderem als Süssungsmittel, als Stärkungsmittel, für die parenterale Ernährung und für die Behandlung einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) verwendet. Der übermässige Konsum kann die Entstehung von Übergewicht und Karies fördern.
Im menschlichen Körper spielt die Glucose eine zentrale Rolle für die Energiegewinnung und die Synthese des Energieträgers Adenosintriphosphat ( ATP ) sowie als Substrat für die Biosynthese zahlreicher Stoffwechselprodukte (z.B. Fettsäuren , Lipide , Aminosäuren , Kohlenhydrate , Neurotransmitter ). Dies im Rahmen der Glykolyse (Glucoseabbau), des Citratzyklus und der Atmungskette in den Mitochondrien. Bei der Glykolyse entsteht Pyruvat, das für die Biosynthesen wichtig ist.
In Form des polymeren Glykogens wird die Glucose ferner auch als Kohlenhydrat - und Energiespeicher verwendet und dazu zum Beispiel in der Leber gespeichert. Und schliesslich kann der Körper mithilfe der Gluconeogenese (Glucoseneubildung) auch selbst Glucose herstellen. Dies ist erforderlich, weil die Konzentration im Blut immer aufrecht erhalten werden muss. So ist das Gehirn auf eine kontinuierliche Zufuhr angewiesen und verbraucht über 120 g pro Tag. Fällt der Blutzuckerwert zum Beispiel aufgrund einer Insulinüberdosis stark ab, entsteht eine gefährliche Hypoglykämie (Unterzuckerung).
Umgekehrt führt eine zu hohe Glucosekonzentration im Blut, welche von einem Insulinmangel und einer Insulinresistenz verursacht wird, zur Zuckerkrankheit Diabetes mellitus . Man spricht von einer Hyperglykämie. Der Blutzuckerwert wird unter anderem von den Hormonen Insulin und Glucagon reguliert.
Die Glucose im Körper stammt also vorwiegend aus drei Quellen. Erstens aus der Nahrung , zweitens vom Abbau des Glykogens (Glykogenolyse) und drittens von der Glucoseneubildung (Gluconeogenese).