Darf ich meinem Hund Aspirin geben?
Die kurze Antwort: **Nur unter tierärztlicher Aufsicht — niemals routinemäßig**
Aspirin (Acetylsalicylsäure) kann Hunden bei spezifischen Antiplättchen-Indikationen in sorgfältig berechneten niedrigen Dosen verschrieben werden. Es ist jedoch kein gutes Erstlinien-Analgetikum für Hunde und sollte niemals aus eigenem Medikamentenschrank ohne tierärztliche Anweisung verwendet werden. Moderne hundesichere NSAIDs (Carprofen, Meloxicam, Firocoxib) sind sicherer, wirksamer und speziell für canine Anwendung zugelassen.
Warum Aspirin bei Hunden problematisch ist
Hunde metabolisieren Aspirin langsamer als Menschen und haben ein engeres therapeutisches Fenster. Nebenwirkungen umfassen:
- Gastrale Ulzeration und GI-Blutung — häufig selbst bei niedrigen Dosen
- Thrombozytenhemmung — 7–10 Tage reduzierte Gerinnung nach einer Einzeldosis
- Akute Nierenschädigung — besonders bei Dehydratation
- Salizylismus bei höheren Dosen: Hyperthermie, Krampfanfälle, Säure-Basen-Störungen
Dosierung (wenn überhaupt verwendet, durch tierärztliche Verschreibung)
- Antiplättchen-Dosis (bei kardiovaskulären Indikationen): 0,5–2 mg/kg p.o. einmal täglich
- Antiinflammatorische Dosis: 10–25 mg/kg p.o. alle 12 Stunden — selten empfohlen angesichts besserer Alternativen
Niedrigdosiertes Aspirin kann in spezifischen Szenarien verschrieben werden:
- Proteinverlierende Nephropathie mit thromboembolischem Risiko
- Immunvermittelte Thrombozytopenie-Behandlung
- Adjuvant bei bestimmten kardialen Erkrankungen (z. B. hypertrophe Kardiomyopathie)
Niemals ohne Tierarzt-Anleitung geben bei
Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt.