Darf ich meinem Hund Ibuprofen geben?
Die kurze Antwort: **Auf keinen Fall**
Ibuprofen ist hochtoxisch für Hunde und sollte niemals aus eigenem Medikamentenvorrat gegeben werden. Selbst eine einzelne menschliche Tablette kann bei einem mittelgroßen Hund gastrointestinale Ulzeration, akute Nierenschädigung und ZNS-Symptome verursachen. Im Gegensatz zu Paracetamol gibt es keine sichere Hundedosis von Ibuprofen — die toxische Schwelle liegt nahe oder unter dem therapeutischen Bereich.
Warum Ibuprofen für Hunde gefährlich ist
Ibuprofen hemmt COX-1- und COX-2-Enzyme. Hunde haben einen viel engeren Abstand zwischen therapeutischer und toxischer Dosis als Menschen, und sie sind besonders anfällig für:
- Gastrale Ulzeration und GI-Blutung — Ibuprofen entfernt die schützende Schleimhautschicht
- Akute Nierenschädigung — Prostaglandine sind beim Hund essenziell für renalen Blutfluss
- ZNS-Depression und Krampfanfälle bei hohen Dosen
- Lebertoxizität bei chronischer oder großer Exposition
Toxische Dosen bei Hunden
- >8 mg/kg: GI-Ulzeration möglich
- >25 mg/kg: Nierenschädigung wahrscheinlich
- >100 mg/kg: schwere GI-Blutung, neurologische Symptome
- >175 mg/kg: potenziell tödlich ohne aggressive Behandlung
- Eine einzelne 200-mg-Ibuprofen-Tablette = 20 mg/kg für einen 10-kg-Hund — bereits in der GI-Ulkus-Zone
Was stattdessen verwenden
Alle gleichen hundesicheren NSAIDs wie bei Paracetamol-Fragen:
- Carprofen (Rimadyl) — Erstlinie in vielen Tierarztpraxen
Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt.