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Ganciclovir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der Nukleosid-Analoga, der zur Behandlung einer schweren Zytomegalie bei immungeschwächten Patienten und zur Vorbeugung der Infektion nach einer Transplantation eingesetzt wird. Ganciclovir hat eine schlechte orale Verfügbarkeit und muss deshalb als intravenöse Infusion gespritzt werden. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der viralen DNA-Synthese und der Hemmung der Virusvermehrung. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Durchfall, Neutropenie und Fieber. Ganciclovir hat fruchtschädigende Eigenschaften und darf nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden.
Ganciclovir ( ATC J05AB06 ) hat antivirale Eigenschaften gegen Herpesviren . Es ist ein Prodrug und wird in den Zellen von viralen und zellulären Kinasen zu Ganciclovirtriphosphat phosphoryliert, welches die virale DNA-Synthese und damit die Virusvermehrung hemmt. Ganciclovir hat eine schlechte orale Bioverfügbarkeit und wird deshalb auch in Form des Prodrugs Valganciclovir (Valcyte®) verabreicht, welches peroral verfügbar ist. Valganciclovir wird nach der Absorption zu Ganciclovir hydrolysiert .
Wirkmechanismus von Ganciclovir, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki