Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt.
OTC
Hydrocortison
0,5 mg, Granulat w kapsułce do otwierania
INN: Hydrocortisonum
Aktualisiert: 2026-04-13
Verfügbar in:
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Darreichungsform
Granulat w kapsułce do otwierania
Dosierung
0,5 mg
Verabreichungsweg
doustna
Lagerung
—
Über dieses Produkt
Hersteller
Diurnal Europe B.V. (Francja)
Zusammensetzung
Hydrocortisonum 0,5 mg
ATC-Code
H02AB09
Quelle
URPL
Pharmakotherapeutische Gruppe: Kortikosteroide zur systemischen Anwendung, Glukokortikoide, ATC-Code: H02AB09.
Wirkmechanismus
Hydrocortison ist ein Glukokortikoid. Glukokortikoide sind natürlich vorkommende oder synthetische adrenokortikale Steroide, die rasch aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert werden.
Pharmakodynamische Wirkungen
Es wird angenommen, dass Hydrocortison das wichtigste von der Nebennierenrinde ausgeschüttete Kortikosteroid ist. Die natürlich vorkommenden Glukokortikoide (Hydrocortison und Cortison), die ebenfalls eine Salzretention bewirken, werden als Substitutionstherapie bei adrenokortikaler Insuffizienz eingesetzt. Zudem werden sie aufgrund ihrer starken entzündungshemmenden Wirkung bei Erkrankungen zahlreicher Organsysteme angewendet. Glukokortikoide haben ausgeprägte und vielfältige metabolische Effekte. Darüber hinaus modifizieren sie die Immunantwort des Körpers auf verschiedene Reize.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Pädiatrische Population
Bei der Hauptstudie handelte es sich um eine offene monozentrische Einzeldosisstudie an 24 pädiatrischen Patienten unter 6 Jahren, die aufgrund einer durch CAH, primäre Nebenniereninsuffizienz oder Hypopituitarismus verursachten Nebenniereninsuffizienz eine Substitutionstherapie benötigten. Die Studie umfasste drei aufeinanderfolgende Kohorten: Die erste schloss 12 Patienten im Alter von 2 bis 6 Jahren ein, die zweite 6 Patienten im Alter von 28 Tagen bis 2 Jahren und die dritte 6 Neugeborene von der Geburt bis zu einem Alter von weniger als 28 Tagen.
Von den 24 Patienten hatten 23 die Diagnose CAH und einer die Diagnose Hypopituitarismus einschließlich Hypothyreose. Ein Patient hatte eine Nierenhypoplasie, einer eine atopische Dermatitis und einer eine Rhinitis. In der Studie wurde eine Einzeldosis Alkindi-Granulat verabreicht, die bei jedem Patienten der vorherigen morgendlichen Dosis der üblichen Glukokortikoidtherapie entsprach. Der Dosisbereich der verabreichten Alkindi-Gaben lag zwischen 1 mg und 4 mg. Eltern/Betreuungspersonen (und, wo möglich, die Kinder) beurteilten den Geschmack von Alkindi nach der Einnahme anhand einer fünfstufigen Likert-Skala.
Da es sich um eine Einzeldosisstudie handelte, war der primäre Wirksamkeitsendpunkt das Serum-Cortisol nach 60 Minuten. Bei allen 24 Patienten führte Alkindi erwartungsgemäß zu einem Anstieg der Cortisolwerte gegenüber dem Ausgangswert: medianer Cortisol-Ausgangswert 14,1 nmol/l (Bereich 14,1 bis 104,5), mediane Cmax 535,2 nmol/l (Bereich 346,2 bis 1445,1).
Hinsichtlich des Geschmacks wurde Alkindi positiv bewertet. Von den befragten Eltern und Betreuungspersonen zur Erfahrung ihres Kindes mit der Einnahme des Arzneimittels (n = 23) stimmten 82,6 % zu/stimmten vollkommen zu, dass ihr Kind Alkindi problemlos schluckte, 65,2 % stimmten zu/stimmten vollkommen zu, dass ihr Kind nach Einnahme von Alkindi positiv reagierte, 95,5 % würden Alkindi ihrem Kind auch künftig gerne verabreichen, und 95,5 % gaben an, dass sie Alkindi bei der Behandlung ihres Kindes gegenüber dem üblichen hydrocortisonhaltigen Präparat bevorzugen würden. Sechs der 12 Kinder in Kohorte 1 (Altersbereich 2,6 bis 4,7 Jahre) beantworteten den angepassten Geschmacksfragebogen. Über 50 % der Probanden gaben an, dass Geschmack, Mundgefühl und Schluckbarkeit sehr gut seien und dass sie das Arzneimittel wahrscheinlich erneut einnehmen würden. Insgesamt beschrieben 68,8 % der gesunden erwachsenen Probanden den Geschmack als neutral.
Warnhinweise
Nebennierenkrise
Falls das Kind erbricht oder eine akute Verschlechterung seines Zustands eintritt, muss unverzüglich parenteral Hydrocortison verabreicht werden. Betreuungspersonen sind in der Verabreichung dieser Notfalltherapie zu schulen.
Ein plötzliches Absetzen von Hydrocortison kann eine Nebennierenkrise und den Tod zur Folge haben. Eine arzneimittelinduzierte sekundäre adrenokortikale Insuffizienz kann durch ein zu rasches Absetzen von Kortikosteroiden verursacht werden und lässt sich durch eine schrittweise Dosisreduktion minimieren. Diese Form der relativen Insuffizienz kann noch Monate nach Beendigung der Therapie bestehen bleiben; daher sollte in jeder Stresssituation, die in diesem Zeitraum auftritt, die Kortikosteroidtherapie wiederaufgenommen werden.
Bei der Umstellung von herkömmlichen oralen Hydrocortison-Zubereitungen, zerstoßen oder gemischt, auf Alkindi kann eine Nebennierenkrise auftreten. Während der ersten Woche nach der Umstellung wird eine engmaschige Überwachung der Patienten empfohlen. Angehörige von Gesundheitsberufen sollen Betreuungspersonen und Patienten darüber informieren, dass zusätzliche Alkindi-Dosen verabreicht werden müssen, sobald Symptome einer Nebenniereninsuffizienz auftreten. Falls erforderlich, ist eine Erhöhung der Alkindi-Gesamttagesdosis zu erwägen und unverzüglich ärztlicher Rat einzuholen.
Impfung
Eine Kortikosteroid-Substitutionstherapie bei Personen mit Nebenniereninsuffizienz führt nicht zu einer Immunsuppression und stellt daher keine Kontraindikation für die Verabreichung von Lebendimpfstoffen dar.
Infektionen
Das Auftreten von Infektionen dürfte im Zusammenhang mit einer Substitutionsdosis Hydrocortison nicht wahrscheinlicher sein; jedoch sollen alle Infektionen als schwerwiegend behandelt und die Steroid-Stressdosierung frühzeitig eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.2). Patienten mit Nebenniereninsuffizienz sind während einer Infektion durch eine lebensbedrohliche Nebennierenkrise gefährdet, weshalb bei klinischem Verdacht auf eine Infektion frühzeitig eine fachärztliche Beurteilung eingeholt werden soll.
Nebenwirkungen der Kortikosteroid-Substitutionstherapie
Die meisten Nebenwirkungen von Kortikosteroiden sind von Dosis und Expositionsdauer abhängig. Sie sind daher bei Anwendung von Kortikosteroiden im Rahmen einer Substitutionstherapie weniger wahrscheinlich.
Kortikosteroide können im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter eine Wachstumsverzögerung verursachen, die irreversibel sein kann. Die Therapie soll auf die minimale Dosis begrenzt werden, die zum Erreichen des gewünschten klinischen Ansprechens erforderlich ist; ist eine Dosisreduktion möglich, soll diese schrittweise erfolgen. Eine übermäßige Gewichtszunahme zusammen mit einer verminderten Wachstumsrate oder anderen Anzeichen oder Symptomen eines Cushing-Syndroms deutet auf eine übermäßige Glukokortikoid-Substitution hin. Säuglinge müssen häufig untersucht werden – mindestens alle drei bis vier Monate –, um Wachstum, Blutdruck und Allgemeinzustand beurteilen zu können.
Bei Kindern kann die Knochenmineraldichte durch die Anwendung höherer Substitutionsdosen von Steroiden beeinträchtigt sein. Entsprechend dem Ansprechen des einzelnen Patienten soll die niedrigste geeignete Steroiddosis verwendet werden.
Patienten und/oder Betreuungspersonen sollen auf mögliche schwerwiegende psychiatrische Nebenwirkungen hingewiesen werden. Bei erwachsenen Patienten unter Substitutionsdosen von Hydrocortison wurden Euphorie, Manie, Psychose mit Halluzinationen und Delir beobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Die Symptome treten typischerweise innerhalb weniger Tage bis Wochen nach Therapiebeginn auf. Die Risiken können bei hohen Dosen/systemischer Exposition höher sein (siehe auch Abschnitt 4.5), auch wenn die Dosis keine Vorhersage über Entstehung, Art, Schweregrad oder Dauer der Reaktionen erlaubt. Die meisten Reaktionen klingen entweder nach einer Dosisreduktion oder nach Absetzen des Arzneimittels ab; eine spezifische Behandlung kann jedoch erforderlich sein. Patienten/Betreuungspersonen ist zu empfehlen, bei Auftreten beunruhigender psychologischer Symptome, insbesondere bei Verdacht auf depressive Verstimmung oder Suizidgedanken, ärztlichen Rat einzuholen. Patienten/Betreuungspersonen sollen zudem auf mögliche psychiatrische Erkrankungen achten, die während der Dosisreduktion/dem Absetzen systemischer Steroide oder unmittelbar danach auftreten können, obwohl solche Reaktionen selten berichtet werden. Bei Patienten unter Kortikosteroidtherapie sind selten anaphylaktoide Reaktionen aufgetreten, insbesondere wenn eine Anamnese von Allergien gegen bestimmte Arzneimittel vorliegt.
Sehstörungen
Bei systemischer und topischer Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen berichtet werden. Sollten bei einem Patienten Symptome wie verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, ist eine Überweisung an einen Augenarzt zur Abklärung möglicher Ursachen zu erwägen, darunter Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen wie die zentrale seröse Chorioretinopathie, die nach systemischer und topischer Anwendung von Kortikosteroiden berichtet wurden.
Ausscheidung der Granulatkerne
Gelegentlich können Granulatkerne im Stuhl beobachtet werden, da der Kern der Granulate nach Freisetzung des Wirkstoffs im Darm nicht resorbiert wird. Dies bedeutet nicht, dass das Arzneimittel unwirksam ist, und der Patient soll daraufhin keine weitere Dosis einnehmen.
Verabreichung über eine Magensonde
Das Alkindi-Granulat ist nicht zur Verabreichung über eine Magensonde geeignet, da dies zu einer Verstopfung der Sonde führen könnte.